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G20 in Hamburg – Bilder der Gegendarstellung

Nicht nur in der CDU als auch in den CDU-nahen Zeitungen (Springerpresse: Bild, Welt), sondern auch die SPD und bis tief in die restliche bürgerliche Presse, wird versucht mit den Protesten gegen den von vorne herein waghalsigen G20-Gipfel in Hamburg und den darauffolgenden Ausschreitungen, eine Hetzkampagne gegen alle linksradikalen und emanzipatorischen Bewegungen zu führen. Hier ein paar Bilder der Gegendarstellung:


Bürgerkrieg oder Volksfest? Gegendarstellung zu den G20-Ausschreitungen
Die meisten Medien, bis auf wenige linke Zeitungen und ein paar ausländische Fernsehsender, propagieren ein eindeutiges Bild zu den.

Jagdszenen zwischen pro-kurdischen Demonstranten und Polizei…
…bei G20-Protesten… (Russia Today)

Journalist knocked down by police officer during G20 protests in Hamburg
A journalist was caught on film being knocked down by a police officer during violent protests against the upcoming G20 summit… (Russia Today)

Police use pepper spray, water cannons on G20 protesters
Police in Germany came out in force in response to G20 summit protesters. Officers in riot gear used pepper spray and water cannons to disperse the crowds. (CBS News)

G20-Gipfel – Hamburg im Ausnahmezustand
Am 7. und 8. Juli 2017 findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Zu dem Treffen kommen die Staats- und Regierungschefs der 19 wichtigsten (Y-Kollektiv Dokumentation)

    Texte

Alles zum G20-Gipfel
Eine Sammlung von Texten und Erfahrungsberichten auf Indymedia (linksunten.indymedia.org)

Facebook: Bistro Carmagnole
+++ STELLUNGNAHME ZU DEN EREIGNISSEN VOM WOCHENENDE +++ Wir, einige Geschäfts- und Gewerbetreibende des Hamburger Schanzenviertels, sehen uns genötigt… (sehr spannend!)

„Wollt ihr Tote ihr Chaoten?“
So titelte die BILD-Zeitung, nachdem die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm 2007 zuende gingen. Jetzt, wo die Proteste gegen den G20… (Lower Class Mag)

Jetzt kommt die Hetzkampagne
Querfront aus CDU, CSU, SPD, AfD, FDP und NPD will nach sozialen Unruhen von Hamburg nun bundesweit gegen linke Zentren losschlagen (junge Welt)

Deutschland räumt auf
Bernhard Torsch: Der Hass auf die radikale Linke nach den G20-Protesten (jungle world)


Eine Studie betrachtet den medialen Umgang mit Großdemonstrationen…

Studie zur Berichterstattung über Großdemonstrationen – Institut für Protest- und Bewegungsforschung warnt Journalisten vor typischen Fehlern bei G20-Berichterstattung (Neues Deutschland)

Kontroverse „Gewalt und die Linke“: Der Anteil der Anteillosen
Die politisch-mediale Aufregung um die Krawalle in Hamburg lenkt vom Scheitern des Gipfels ab – und… (links-liberale Tageszeitung taz)

Hunderte gegen »Gipfel der Hetze« auf der Straße
Hunderte demonstrierten in Hamburg und Berlin gegen die Hetze seit G20 (linksunten.indymedia.org)

Intro AnaKom: Neue, bessere Aufnahme, mit Folien

Die Broschüre „Einführung in den Anarchistischen Kommunismus“ vorgestellt in der KTS Freiburg Dezember 2016. Entspricht weitgehend dem bisherigen Vortrag „Wie für eine bessere Welt kämpfen? – Einführung in den Anarchistischen Kommunismus der AF UK“, etwas aufführlicher und viel bessere Aufnahmequalität ohne Störungen:

Video – What is Class?

Eine gute und kurzweilige Erklärung von Klasse aus anarchistischer Perspektive, schön mit Videoschnipseln hinterlegt. Auch die drei Typen von Kapitalisten werden erläutert. Leider nur auf englisch erhältlich.

Mittelfinger Katzen Sticker: „ArschAmt halts Maul!“

In Leipzig sind Aufkleber mit einer Mittelfinger-Katze aufgetaucht!
Auch wenn es keinerlei Absprache mit akom.blogsport.de gab, ist dieser Blog dort vermerkt. Ebenso die Seite der „Freien ArbeiterInnen Union“ fau.org.

Trotz der stark negativ wirkenden, gar provozierenden Aussage des Aufklebers müssen wir ihm Recht geben: Alle Menschen haben ein Recht auf ein gutes Leben! Als Menschen die kein Kapital besitzen, also weder Aktien, noch Häuser oder Fabriken, sind wir alle Teil der lohnabhängigen Klasse – egal ob wir arbeitslos sind oder hart arbeiten. Oder ob wir Kinder, Familie oder Alte pflegen oder noch in Ausbildung oder Studium stecken. Unsere Tätigkeit stellt alles her, was Menschen brauchen: Haarschnitte, Wohnhäuser, Gespräche, Windelwechsel, Ampel, Supermarkteinkauf.

Weniger Arbeitslose?

Während einerseits die Arbeit immer mehr zu werden scheint, die Arbeitszeiten länger, das Rentenalter später, der Stress mehr, mehr Arbeit in die Freizeitverlegt wirds usw. werden auch immer mehr Menschen arbeitslos. In Deutschland scheinen die Zahlen zwar zurückzugehen, aber das liegt nur daran, dass Deutschland viele Exportmärkte anderer europäischer Länder übernommen hat, wo die Arbeitslosenzahlen deshalb explodieren. Deutschlands geringe Arbeitslosigkeit ist also ein irreales Zerrbild, auf Kosten der Arbeitslosigkeit in Spanien, Italien, Griechenland usw.

Was haben Arbeitslose „verdient“?

Das Wort „verdienen“ ist schon eine Krasse Verzerrung und Verarschung der Werktätigen: Während wir werktätigen diese Welt erschaffen, verteilt sich der „Lohn“ extrem ungleich: Ein TOP-Manager verdient das 100fache eines Lastwagenfahrers, ohne tatsächlich mehr Verantwortung zu übernehmen: Der eine hat tätglich die Verantwortung über Leben und Tod auf der Autobahn, der andere fliegt im Zweifel mit einer dicken Abfindung raus. Die meisten unserer High-Tec-Produkte werden in China zum Billiglohn hergestellt, unsere Kleider in Bangladesh und unsere Schuhe in Indonesien. Die Menschen die diese Werte schaffen, haben kaum etwas von, die Firmenbesitzer in den USA und Deutschland „verdienen“ sich eine goldene Nase. Es lässt sich festhalten, dass ein hoher Lohn nichts damit zu tun hat, dass die Arbeit wertvoll oder wichtig oder schwierig ist. Niemand hat seinen Lohn „verdient“! Alle verdienen ein gutes Leben und eine interssante Tätigkeit ausüben zu dürfen!

Was ist nun mit den Arbeitslosen?

Die Management-Kreise haben in den 1970ern, eine Zeit der annähernden Vollbeschäftigung, gemerkt, dass sich das Geschäft für die Fabrikbesitzer nicht lohnt: Die ArbeiterInnen verlangen einen fairen Anteil, bei so hohen Löhnen und geringer Arbeitzeit steigt der Profit nicht mehr. Das war inakzeptabel. Seither wird dafür gesorgt, dass es eine gewisse Arbeitslosigkeit gibt: Es ist günstiger für die Kapitalisten, einen gewissen Prozentsatz von Arbeitslosen mit einem miesen Arbeitslosengeld abzuspeisen und dafür diejenigen, die Arbeit haben, für ein billiges Gehalt schuften lassen zu können.
Das heißt andersherum, dass die Arbeitslosen selbst ein Teil des Profites für die Chefs sind: Ohne ihre Existenz, hätten die Arbeitenden mehr Streikmacht und könnten sich bessere Arbeitszeiten bei höherem Lohn erkämpfen. Aus der Chef-Perspektive heißt das, dass die Arbeitslosen ihm viel Wert sind! Am besten ist es für die Chefs, wenn die Arbeitslosen so richtig leiden, damit alle die Arbeit haben, bereit sind alles zu tun, um diese Arbeit zu behalten.
Für uns Lohnabhängigen aber, heißt dass, dass es sowohl für die Arbeitslosen als auch diejenigen mit Arbeit am besten ist, sich ein besseres Leben zu erkämpfen. Wenn arbeitslos sein nicht mehr schlimm ist, dann kann uns kein Chef damit drohen rauszufliegen! Wir würden dann sagen:

„Geb uns unsere 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, sonst mach ich halt wieder ein bisschen auf arbeitslos, ist auch nett!“

Deshalb ist es sowohl für Arbeitende wie auch für Arbeitslose wichtig, sich ein gutes Leben zu erkämpfen! Wenn Arbeistlose ein schönes Leben haben, haben automatisch auch die Arbeitenden wieder ein besseres! Ihre Chefs werden sie mit guten Arbeitsbedingungen locken müssen und können sich nicht mit Arbeitslosigkeit bedrohen!

Aufnahme des Vortrags in Freiburg

Der erste Vortrag dieser Blog-Reihe „Für eine bessere Welt kämpfen – Einführung in den anarchistischen Kommunismus“ von 2014 wurde im Dezember 2016 nochmal neu aufgelegt. Hier wird der anarchistische Kommunismus auf Basis der Broschüre „Introduction to Anarchist Communism“ der Anarchist Federation UK vorgestellt, ohne, wie im anderen Vortrag auf weitere theoretische Hintergründe einzugehen. Da die Aufnahme gut geworden ist, wird das Video aus den Folien von damals mit der neuen Aufnahme aktualisiert werden.

Aber hier erstmal die Audio zum downloaden oder gleich hören:

Direktlink (zum Download rechtsklick+ziel speicher unter): Vortrag als MP3 (closed source)
Direktlink (zum Download rechtsklick+ziel speicher unter): Vortrag als OGG (open source)